Drei Stationen, 1,8 Kilometer mitten durchs Regierungsviertel, zwei Wagen, 10-Minuten-Takt. Die U-Bahnlinie 55 in Berlin, auch Kanzler-Bahn genannt, ist eher eine Sehenswürdigkeit für sich als eine U-Bahnverbindung. Und doch, oder gerade deswegen, sieht es im U-Bahnhof Hauptbahnhof besonders bei schönem Wetter so aus:
Lauffaule Touristen und bezahlte BVG-Statisten (?), die der U 55 ihre Bedeutung geben und dafür sorgen, dass die Linie sich trotz ihrer Kürze rechnet.
Auch pfiffige Berliner nutzen diese U-Bahn, denn am Brandenburger Tor gestaltet sich der Umstieg in die S-Bahn deutlich unkomplizierter als am überlaufenen Chaos-Bahnhof Friedrichstraße. Für die nötige Fitness, die Touris auf einer U 55-Fahrt einbüßen, sorgen hier regelmäßig defekte Rolltreppen, und auch dafür, dass der Berliner das Meckern nicht verlernt. :-)











Wenn die “kleine” U-Bahn mit nur zwei Wagen unterwegs ist, im großen, schönen
U-Bahnhof Hauptbahnhof in der Ecke hockt, beim Losfahren aber trötet und tutet wie ne “Große” , dann könnte ich sie echt knuffeln. Das ist so niedlich!
Das Ü-chen ist aber dennoch wirklich ernst zu nehmen!
Für viele Touris ist sie eine direkte Möglichkeit, um schnell und direkt zum Reichstag oder zum Brandenburger Tor zu kommen.
Und wenn sie ersteinmal mit der U5 verknüpft ist werden die Bahnhöfe Alexanderplatz und Friedrichstraße entlastet werden. Und dann hört dieses “Kanzlerbahn/Teuer/Überflüssig” Gemecker hoffentlich bald auf.
Aber bis dahin will Gut Ding noch Weile haben ….
Geschrieben von Bricky Merlon | Mai 29, 2011, 04:17Darauf würde ich mich nicht verlassen. Die U5 gilt doch bereits jetzt als überflüssig. Auf einmal reicht die S-Bahn doch. So sind sie, die Wutbürger.
Geschrieben von central station | Mai 29, 2011, 11:37