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Archiv für die Kategorie ‘Aufreger’

Unfall oder Vandalismus?

November 2, 2009 3 Kommentare

Drehtür zerstört

Am gestrigen Tag war ich noch zu verärgert, um sachlich genug über die böse Überraschung zu berichten, die uns den gesamten Sonntag vermiest hatte. Denn lange hielt die Freude über den frischen Glanz des Bahnhofsdachs und der Fassade, die sich auch endlich mal im Sonnenlicht präsentieren durften, gestern nicht an. Der Bahnhof hat nämlich das Wochenende nicht schadlos überstanden, was erneut die Frage aufwirft, zu welchem Zweck genau das „Sicherheitspersonal“ und die Bundespolizei dort herumläuft.

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Nach ersten hysterischen Reaktionen konnten mit einigermaßen ruhiger Hand Fotos von dem Desaster gemacht werden…
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Das Glas und der Türrahmen sind mit einer Wucht zerstört worden, für die es mehr als nur einen kräftigen Fußtritt braucht. Angesichts dessen stellt sich die Frage:
Wie ist das passiert?
Und: Hat das tatsächlich (mal wieder) keiner gemerkt?

Die Tür befindet sich direkt am nördlichen Hauptausgang, nur wenige Meter vom stets besetzten Service Point und der Polizeiwache entfernt! Das muss doch mehr als nur leise geklirrt haben.
Entweder hat hier ein völlig Irrer (und weil wir nicht dabei waren, auch Glücklicher!) mit Hilfe eines schweren Gegenstandes (Eisenstange, Vorschlaghammer, Stein) absichtlich die Tür zu Schrott gehauen – wenn es so war: Wo war die Polizei? – oder es ist während einer Schlägerei ein ganzer Körper dagegen geprallt. Gegen letztere These spricht allerdings die Einschlagsstelle, die sich mehr in Fußhöhe befindet. Ein Fuß kann so etwas aber auch nach mehrmaligen Dagegentreten wohl kaum verursachen…
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Vielleicht hat hier auch ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und fuhr mit voller Wucht gegen die Tür? Ist das der Fall, müsste man darüberhinaus ja noch froh sein, dass hier kein Menschenleben zu beklagen ist!

Natürlich war in den Medien und Newstickern nichts über den Vorfall zu finden. Es ist erstaunlich auffällig, dass (Vandalismus-)Schäden am Hauptbahnhof so gut wie nie öffentlich bekannt werden. Wie oft hatten wir schon eindeutig menschlicher Zerstörungswut zuzurechnende zerstörte Scheiben, und nie fiel ein Wort darüber in sämtlichen (Online-)Zeitungen.
Doch wehe, der Bahnhof selbst erlaubt sich einen Scherz und öffnet beispielsweise während eines Regenschauers die Dachklappen – da heißt es in der Berliner Zeitung gleich, das Dach sei undicht, was nebenbei bemerkt an nahezu jedem Berliner Bahnhof der Fall ist.
Soll hier etwa vertuscht werden, wie unfähig die Bahn ist, selbst ihren „Vorzeigebahnpalast“ vor Schäden und Übergriffen zu schützen? Der Verdacht drängt sich einem beinahe auf, wenn einerseits „aufmerksame Passanten“ sich in aller Ausführlichkeit über winzigste Risse im Glas aufspulen können, obgleich Spannungsrisse in Glas nun einmal vorkommen und zudem völlig ungefährlich sind, auf der anderen Seite aber gänzlich zerstörte Scheiben und Türen hübsch verschwiegen werden.

Wenn diese Tür absichtlich zerstört worden ist, dann bestimmt nicht in nur wenigen Sekunden. Der Täter hätte sich eine gewisse Zeit daran abarbeiten müssen. Das scheint mir auch nachts in direkter Nähe zum ServicePoint und der Polizeiwache schier unmöglich. Es hätte jemand zur Stelle sein müssen.
Wenn es ein Unfall war, dann wird auch der sich nicht ohne jegliches Aufsehen ereignet haben. Schließlich hätte jemand verletzt werden können.
Es hätte jemand zur Stelle sein müssen.
Und warum schweigt der Newsticker? Wo doch sonst jede umgenietete Straßenlaterne ihren gebührenden Platz findet…

Fragen über Fragen, und ein Bahnhof, der sicher wieder einige Monate auf seine neue Tür warten darf.
:-(

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Den Dreh nicht raus

Es entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie, dass hier noch für diese Woche ein Beitrag über die Drehtüren an den Hauptausgängen geplant war. Diese eine Tür, die es nun erwischt hat, habe ich sogar am Donnerstagabend noch zu diesem Zwecke abgelichtet:
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Da drehte sie sich noch…

Hintergrund ist, dass die allwinterliche Umstellung von Schiebetür- auf Drehtürbetrieb nicht besonders kundenfreundlich ist.
Rollstuhlfahrer kommen klar, doch die meisten anderen Fahrgäste haben hier den Dreh nicht raus. Die drängeln und schieben, weil sie mit dem Tempo der Türen nicht klarkommen, was zur Folge hat, dass die Tür aufhört sich zu drehen. Auf diese Weise wurde schon so mancher Fahrgast kurzfristig eingesperrt :-)
Eigentlich beobachtet man diesen Mechanismus „gehetzter Mensch vs. gemächliche Drehtür“ in jedem Shoppingcenter, aber am Bahnhof ist der wohl scheinbar besonders ausgeprägt.
Wenn sich verschiedene Menschen mit unterschiedlichem Lauftempo an verschiedenen Punkten einer Drehtür befinden, kommt es zwangsläufig zum kurzfristigen Kollaps, denn zwangsläufig bekommt einer Panik und schiebt. Oft wird auch, wie es schon von den Rolltreppen bekannt ist, der Notfall-Stopp-Knopf betätigt, oder der für Rollstuhlfahrer gedachte „Langsamer“-Sensor berührt.
Das kann gar nicht funktionieren! Und tut es auch meistens nicht.
Kein Tag, an dem nicht mindestens eine der Drehtüren wieder außer Betrieb ist, selbst der Wartungsdienst tut sich schwer mit ihnen, was wir letztes Jahr schon häufig beobachten konnten.
Wer hat eigentlich Drehtüren erfunden?
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Obwohl wir nicht glauben, dass der Vorfall vom Wochenende etwas mit der schwer zu bewältigenden Drehtürtechnik zu tun hat (die Zerstörung erfolgte eindeutig von außen), möchten wir schon allein der Kundenfreundlichkeit wegen nocheinmal an die Bahn (besser: DB Station & Service) appellieren:

.
Bitte stellen Sie die Türen wieder auf Normalbetrieb (das heißt: Schiebetürbetrieb) um!
.

Es ist ein Irrglaube, dass durch die Drehtüren weniger kalte Luft ins Bahnhofsinnere gelangt, da diese sich meistens (wenn nicht wieder defekt) kontinuierlich drehen und Luft von draußen hineinschaufeln, während die Schiebetüren sich nur öffnen, wenn jemand durch will. Außerdem zieht es so oder so in dem doch recht luftigen Gebäude.
Die Schiebetüren sind sowohl für Fahrgäste mit als auch ohne Handicap eindeutig benutzerfreundlicher, bisher war nicht einmal zu beobachten, dass irgendwer Probleme mit ihnen hatte. Bei den Drehtüren hingegen gleicht das täglich zu beobachtende Trauerspiel fast schon dem an den Aufzügen. Hinzu kommt eine viel aufwändigere Wartung.

Wir hoffen, dass unser Appell nicht, wie Anfang des Jahres, wieder im Winde verhallt.

Und wenn man glaubt, schlimmer geht’s nicht mehr…

Oktober 20, 2009 2 Kommentare

…kommt irgendwo ein neues Ungetüm her.

Das „Meermann-Monster“, das sich ab 2012 an die Nordwestseite des Hauptbahnhofs schmiegen wird, sollte ursprünglicherweise ja so aussehen:
Hbf-Bebauung
Eigentlich schon eine kaum zu übertreffende Zumutung erster Güte, die allein für sich vielleicht als Outlet-Center auf der grünen Wiese irgendwo im Havelland stylisch daherkäme, direkt neben dem schönsten aller Bahnhöfe mitten in Berlin aber einfach nur eine Totalkatastrophe darstellt.

Aber ach, man kannte ja bisher noch nicht das „Meermann-Monster 2.0″ !
Darüber stolperte ich unlängst in einem Artikel der Berliner Zeitung.
meermann.bunt
Simulation: Chamartín Meermann Immobilien (Berliner Zeitung)

Das sieht aus wie… eine Mischung aus Deutscher Oper und neuem Grimm-Zentrum im Multicolor-Stil von AleXa, mit einem Schuss O2-World mitten auf dem Dach.
Schrieb ich oben Totalkatastrophe? Dann ist das hier wohl die totale MegaTotalkatastrophe.
Könnte man doch stattdessen gleich direkt auf den Schlossplatz setzen :-)

Wird übrigens ein dringend notwendiges Hotel mit integriertem Kongresszentrum.
Braucht noch jemand ein Argument für die Sanierung (statt Abriss) des ICC ?

Und monatlich grüßt das Koffermurmeltier

Oktober 2, 2009 Kommentieren

Bombenalarm in Berlin



Ausgerechnet das Hamburger Abendblatt informiert uns frisch über einen Vorfall im schönsten Bahnhof der Welt:

Koffer gefunden – Bahnhof teilgesperrt – Koffer gesprengt – Inhalt war (wie immer) harmlos

Gerade jetzt in Zeiten der erhöhten Terrorbedrohung Deutschlands, die auch den Berliner HBF als potentielles Ziel nicht ausschließt, ziemlich beunruhigend.

Dabei passiert das häufiger, als man vermutet:

Ein ähnlicher Fund hatte erst im Juli einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst.

(…und im April, und im Mai, und überhaupt fast jeden Monat!)

Mag denn nicht zur Abwechslung mal einer sein Gepäck am Bahnhof Zoo vergessen??




Edit:
>> Tagesspiegel-Artikel
>> Morgenpost-Artikel

Grenzenlos

September 2, 2009 1 Kommentar

… sind offenbar die Werbemöglichkeiten im Berliner Hauptbahnhof.

Seit kurzem hat sich sogar der RBB dazu herabgelassen, auf einem Riesenplakat „The Wave“ im Bahnhof zu werben.
Optische Umweltverschmutzung!
(>> Mehr zum Thema: Wie Ströer/DERG Bahnhöfe verschandeln)

Manchmal kommt der Werbemüll auch schleichenderweise daher, nämlich getarnt als Kunst.
Sodass selbst die kritischsten Bahnhofsfreunde nichtsahnend drauf reinfallen und noch begeistert Fotos machen, um das Ganze dann auf ihrer Webseite als erfrischende Abwechslung vom ewigen Werbewust zu lobpreisen.
So geschehen neulich, ganz hier in der Nähe :-)
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Gestern war dann zu sehen, was eigentlich hinter der vermeintlichen Kunst-Aktion steckt:
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Nein, das sind nicht etwa liebe Grüße vom Künstler -
Man ist auf der IFA vertreten und will auf sich aufmerksam machen!
Der beauftragte Künstler hatte dazu folgende Idee:
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(Übersetzung auf Anfrage ,-))

Nun prangt da also der Schriftzug „Live Borderless“ auf dem Bild – das passt ja auch thematisch so schön, von wegen 20 Jahre Mauerfall, also wirklich, ein besseres Timing könnte es nicht geben!
Vor allem aber passt es zur grenzenlosen Ausbeutung des öffentlichen Raumes im Namen des Kommerzes.

————

„Werben im Bahnhof“
(Auszug von der DB-Webseite des Hauptbahnhofs):

Werbung am Bahnhof – starke Kontakte Tag für Tag

Knüpfen Sie Kontakte mit Ihrer Zielgruppe an hochfrequentierten Standorten.Attraktive Flächen stehen am Berliner Hauptbahnhof und vielen anderen Bahnhöfen für leistungsstarke Werbung und Promotions zur Verfügung.

Der Bahnhof ist das Tor zur Stadt und der Zugang zur Bahn. Bahnhöfe gehören zum Alltag von Millionen Menschen: Pendler, die von hier aus den Weg zur Arbeit antreten und später in den Feierabend starten. Anwohner und Passanten, die im Bahnhof shoppen gehen oder einen Kaffee trinken. Menschen, die von hier aus eine Urlaubsreise antreten, sich auf den Weg zu Familie und Freunden machen oder ihren Besuch abholen.

Nutzen Sie diesen besonderen Ort des Aufenthalts, der Begegnung, der Urbanität für Ihre Werbebotschaft. Der Berliner Hauptbahnhof garantiert Ihnen eine hohe Reisenden- und Besucherfrequenz und somit starke Kontakte, von früh bis spät in die Nacht. Ob kurz- oder langfristig, regional oder national – starten Sie Ihre Vermarktungskampagne mit innovativen Werbeträgern oder gezielten Event- und Promotionaktionen an besonderen Standorten.

Von Binz auf Rügen bis Garmisch-Partenkirchen, von Aachen bis Berlin –Deutschlands Bahnhöfe bieten Ihnen nahezu unbegrenzte Werbemöglichkeiten, die Ihren spezifischen Ansprüchen gerecht werden.
(…)

Letzte Hoffnung Deutsche Bahn

August 27, 2009 4 Kommentare

Der Titel klingt komisch, aber es wird gleich Licht ins Dunkel fallen.

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Baustelle Hauptbahnhof – Bald zieht die Bahn in die Bügelbauten

Eigentlich bin ich weniger begeistert vom Einzug der DB in die Bügelbauten des Berliner Hauptbahnhofs. Als Gewächshaus würde er sich besser machen ,-)
„Prestigeobjekt, Aushängeschild, Prunkstück“, all die Etiketten, die dem Bahnhof aufgeklebt wurden, werden durch den neuen Sitz der DB-Finanzabteilung im HBF erneut vollste Bestätigung finden.

Tatsächlich könnten sich aber auch unverhoffte Vorteile dabei ergeben…
Sehen wir uns dazu einmal die traurigen Zustände an der Außenfassade der Bügelbauten an:

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Wirklich zum Kotzen!!
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Die Treppenstufen waren einmal schneeweiß…

Ärgerlich und beschämend ist nicht nur, dass sich Menschen so schweinisch verhalten, sondern vor allem, dass fein weggeschaut und alles in dem Zustand belassen wird!
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Angepisst – genau wie ich, wenn ich das jeden Tag sehen muss!

Besonders „nett“ sieht es an Wochenenden aus.
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Die Bahnhofsfassade und besonders die Pfeiler sind für viele Leute
eine einzige große öffentliche Toilette…

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Kein schönes Aushängeschild für einen Großkonzern wie die Bahn!

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Gut, dass es hier so steril ist!

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Bald können wir hier, nach nur drei Jahren, bestens mit dem Bahnhof Zoo mithalten…

Die Fassade wurde seit der Eröffnung nicht mehr geputzt.
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Das sieht man auch!

Ebenfalls seit der Eröffnung ist diese Scheibe zerstört.
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Wer auch immer das gewesen ist…

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Etliche Scheiben fehlen noch (diese hier wurde im letzten Herbst zerstört, andere beim Sturm 2007)

Derzeit scheint es wohl keinerlei Gründe zu geben, sich mal um das Gebäude zu kümmern.
Die wird es aber geben, wenn die Bahn einzieht.
Ich bin zuversichtlich, dass ein so auf Prestige bedachtes Unternehmen seinen Vorzeigebau nicht so belassen wird.
Dass der Bahnhof dadurch zum Sitz eines Großkonzerns wird, der mittlerweile nicht mehr unbedingt den besten Ruf genießt, nehme ich gerne in Kauf, wenn er denn dafür nur wieder richtig gepflegt und auf Hochglanz gebracht wird!

>> verwandtes Thema: Bahnhof Zoo soll aufgewertet werden

Mit Netz und doppeltem Boden

August 22, 2009 Kommentieren

Also… Man kann es auch übertreiben!

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Die gesprungene Scheibe wird seit vorgestern von einem ultimativen Sicherheitsnetz abgedeckt.
Das hat es so in der Vergangenheit noch nicht gegeben.
Eigentlich werden kaputte Scheiben bis zu ihrem Austausch
(was sich bis zu 2 Jahre hinziehen kann)
immer mit Holzplatten versiegelt bzw ganz durch sie ersetzt.
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Was soll also das jetzt?
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Fein herausgeputzt für Skandal-Pressefotos?

„Der Bröckelbahnhof – Jetzt droht das ganze Dach einzustürzen!“

Eine andere (durch Spannung gerissene) Scheibe überm nordöstlichen Seitenausgang wurde gestern Nachmittag auf die herkömmliche Weise ersetzt.
Am Showeffekt wurde auch in dem Fall wieder nicht gespart.
Der Vorher-Nachher-Vergleich ist tatsächlich verblüffend:
Zwei Jahre lang war das Dach trotz gerissener Scheibe an der Stelle einigermaßen dicht.
Gestern regnete es nun zum ersten Mal durch!

Baustelle Hauptbahnhof

August 19, 2009 Kommentieren

Nun geht es also auch dem östlichen Bügelgebäude an den Kragen – wie schon die Südwestseite wird auch die Südostseite in den nächsten Tagen eingerüstet werden, zumindest gibt es ziemlich eindeutige Indizien dafür:
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Was genau gemacht wird, bleibt natürlich schön verborgen vor dem neugierigen Bahnhofbesucher, aber es ist anzunehmen, dass diese und weitere Baumaßnahmen, etwa jene oben auf den Bügelbauten,
mit dem Ausbau der Gebäude zu Büros für den Einzug der Bahn zusammenhängen.

Fassaden- und Dacharbeiten, und im Innern der Gebäude schweißt, sägt und hämmert es sowieso ununterbrochen.
Das ist alles schön und gut, aber eigentlich gibt es da derzeit doch ein paar dringendere Baustellen:

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Sauberkeit!

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Eine schon seit fast einem Jahr fehlende Scheibe am
östlichen Bügel (Ursache: Entweder Vandalismus oder Unachtsamkeit bei Bauarbeiten)

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Zwei Aufzugtüren mit fehlendem Glas, eine am S-Bahnsteig, die andere im OG1
(vermutlich durch Vandalismus zerstört)!

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Gesprungene Scheibe im Glasdach
(wir vermuten ein versehentlich fallengelassenes Werkzeug als Ursache…)!

Aber ist wohl nur all zu typisch verständlich, dass die Bauarbeiten in den künftigen Büros der DB-Finanzabteilung Vorrang haben…

Deko, auf die man verzichten kann

August 14, 2009 1 Kommentar

Alle paar Monate bringt die Bahn ein neues Irgendwas-Spezial-Ticket heraus,
in Folge dessen sämtliche Bahnhöfe mit entsprechender Werbung verziert verunstaltet werden.

Am Hauptbahnhof wähnt man sich fast schon wieder in Zeiten des chinesischen Neujahrsfests
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Oder in den 30er Jahren?
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Und dann ist nicht mal der „richtige“ Bahnhof im Hintergrund abgebildet!
Pfui, DB…

Fremdkörper

August 8, 2009 Kommentieren

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Was hängt denn da bitteschön am Dach?

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Was steht denn da bitteschön vorm Dach?

Und noch viel wichtiger: Gibt es zwischen beiden einen Zusammenhang??
Schließlich kann, wer sich im Meininger Hotel zu weit aus dem Fenster lehnt,
mitunter fast auf Dachfühlung mit dem Bahnhof gehen.
Von diesem Risiko aber konnte der Bauherr sicher nicht das Geringste ahnen…

Die Rückkehr der Züge

Juli 29, 2009 3 Kommentare

sbahn-hbf
Diese Barrieren könnten bald schon wieder verschwinden.

Ab 3. August soll die S-Bahn überraschend wieder auf der Stadtbahn rollen.
Das zumindest verspricht uns der Tagesspiegel.

Zeit wird es ja. Nicht nur, damit der Hauptbahnhof wieder an den ÖPNV angebunden ist (und jegliches Argument für einen ICE-Halt am Zoo nichtig wird ;-)).
Vor allem auch, damit die Herrschaften von der Putzpatrouille mal den Bahnsteig reinigen!
Man war ja anfangs wirklich so naiv zu glauben, jetzt in der Zeit des S-Bahnstillstandes, wo Gleis 15&16 so schön
unzugänglich sind für Hinz und Kunz, würde das Reinigungsteam seine Chance auf eine Grundreinigung nutzen. Kein Mensch käme dabei in die Quere, statt niedlichen kleinen Vierecken könnte man erstmals den Boden auch mal komplett wienern, und erst das Glas, die Geländer, die Aufzüge… Vor allem bliebe das dann auch ein paar Tage so schön, weil ja außer ein paar Tauben keiner da ist zum Dreck machen.
Pustekuchen!
Da kennt man aber das Gebäudemanagement des Bahnhofs schlecht!
Menschen und Abfall glänzen auf dem Bahnsteig zwar durch Abwesenheit, genauso aber die Sauberkeit.
Der Bahnsteig sieht benutzt aus, Fingerabdrücke am Glas, obwohl tagelang keiner dort war.

Von besonderer Umsicht zeugt auch die Tatsache, dass die Zugänge zur S-Bahn am Friedrich-List-Ufer nicht abgeschlossen sind.
In den Vorraum kann also jeder hinein.
Ist ja ganz praktisch – ein weiteres kostenloses öffentliches WC!
Und wenn die gelb-roten Züge dann am Montag zurückkehren, werden die Menschen, die
diesen Eingang nutzen, hoffentlich Gummistiefel dabei haben…

…apropos Pfützen.
So eine ganz bestimmte Klappe auf dem Bahnhofsdach steht noch immer offen.
Aber eher wird beim nächsten Gewitter wohl ein Eimer mitten in die Eingangshalle gestellt,
bevor das Teilchen eventuell doch mal so allmählich wieder in die Horizontale gebracht wird.